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Geschichte der Rettung der Kleinen Irina
Wien, Donnerstag, 22. April 2004, ein gemütlicher Abend bei den Maltesern am Börseplatz
Wir besprachen die KÜ vom vergangenen Wochenende, wo die Malteser von Freitag bis Sonntag in Mariazell mit vielen anderen Helfern schon für den, ab Christi Himmelfahrt, geplanten Mitteleuropäischen Katholikentag alle nur erdenklichen kleinen und großen Katastrophen geübt hatten. Plötzlich große Aufregung: der ehemalige Wiener Bereichsleiter Mario Spanyi, stürzte auf mich zu und fragte, ob ich soviel Russisch spreche, dass ich ein Fax mit einer Krankengeschichte übersetzen könne.

Die kleine Irina im Schwimmbad.
Ein neunjähriges Mädchen sei in Minsk am Weg zum Klavierunterricht von einem Autobus überfahren und mitgeschleift worden und nun müsse das rechte Bein wegen der schweren Verletzungen amputiert werden. Unser AUSTROMIR Russischdolmetsch Mag. Rudolf Ulrich übersetzt und berichtet, dass dieses Kind nur eine einzige Chance hat, mit dem Ambulanzjet in eine österreichische Spezialklinik gebracht zu werden.
Da muss man doch helfen!
Die Malteser beschlossen, sofort zu handeln! Gemeinsam mit unserem Bereichsarzt Dr. Georg Ittner, Prim. Univ.Prof. Dr. Schedl, beide von UKH Meidling, der AUVA, der AUA und den großzügigen Spenden durch den Aufruf im KURIER gelang es uns, die kleine Irina am 25. April 2004 mit einem Stretcherflug von Minsk nach Wien zu bringen. Nach zahllosen Operationen, ärztlichen Behandlungen, konsequenten pflegerischen und psychologischen Betreuungsmaßnahmen steht fest, die kleine Patientin Ilyina Irina, geb. 6. Juli 1994, wird ihr Bein behalten und auch wieder Klavier spielen können.
Ein Arbeitstag wie jeder andere auch
Wien, Montag 29. Mai 2006: Es geht der tapferen, lieben Irina offensichtlich wieder gut und sie hat uns folgende, entzückende E-mail geschrieben:
Ich war sehr froh, Ihren Brief zu bekommen. In diesem Jahr versuchte ich auch, auf den Bergski zu fahren. Leider, habe ich keine Fotografie. Meine Mama lernt auf den Bergski zu fahren auch. Die Schwester fährt auf snowbord. Jetzt befinde ich mich im Krankenhaus. Dort vergehe ich den Kurs der Behandlung. Noch schwimme ich im Schwimmbad. Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Mit freundlichen Gruessen, Ira.
Gross hallo Ihrer Familie!

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