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Eine Reise nach Prag
Von einem Sonderdienst ins Nachbarland voll wunderbarer Eindrücke
Nicht einmal 72 Stunden lagen zwischen dem Empfang der österreichischen
Botschafterin Dr. Margot Klestil-Löffler und unserem Besuch auf Schloss
Velke Mezirici in der Nähe von Brünn. Doch die Tage dazwischen boten ein reiches Programm, voll von interessanten Begegnungen, Erlebnissen und Besichtigungen. Möglich wurde dies alles durch einen, von Gabrielle Creutz und Cornelia Ruber, organisierten Sonderdienst, der wie üblich in entspannter Atmosphäre und alle Hindernisse locker überwindend abgewickelt wurde.
Direkt auf den Hradschin
Mit zwei Malteser Autos fuhren wir vom Börseplatz zur Residenz der Österreichischen Botschaft auf den Prager Hradschin. Der Empfang durch die charmante Gastgeberin ermöglichte die erste Begegnung mit Daisy Waldstein. Sie hatte uns die Kontakte zu den böhmischen Maltesern hergestellt.

Bei strahlendem Sonnenschein auf dem Hradschin.
Den ersten Abend in Prag verbrachten wir in einem typischen Vorstadtlokal und genossen das gute Essen dieses Landes. Untergebracht waren wir in einer sympathischen, etwa 15 Autominuten vom Stadtzentrum, entfernten Pension. Sie war nicht ganz rollstuhlgerecht, doch Stiegen bereiten den Maltesern bekanntlich keine Schwierigkeiten. Am nächsten Tag fuhren wir nochmals bei prachtvollem Frühlingswetter auf den Hradschin.
Prager Alt -und Vorstadt
Wir spazierten durch die Burganlage, besichtigten den Veitsdom und die malerischen Häuser entlang der goldenen Gasse. Nach dem Mittagessen besuchten wir mit dem Großprior Frà Cari Paar das Palais des Malteser-Ritter-Ordens. Beeindruckend war auch der großartige Baumbestand im Garten.

Drei Uniformierte in der Prager Altstadt.
Gestärkt durch den Segen des Prager Jesulein im Karmeliterkloster, beobachteten wir das bunte Treiben im Zentrum der Kleinen Seite der Prager Altstadt. Jeder Abend klang gemütlich aus.
Am Palmsonntag nahmen wir an einer kleinen Prozession teil, die einen echten Esel mit sich führte. Eindrucksvoll war auch die Messe in der Thomaskirche in tschechischer, lateinischer, englischer und spanischer Sprache.
Im originellen Restaurant Schwejk aßen wir zu mittag und flanierten anschließend zum Pulverturm und Wenzelsplatz.
Historische Spuren in der Umgebung von Brünn
Montag war Rückreisetag. Bei Brünn besuchten wir über Einladung von Miguel Podstatzky-Liechtenstein das Schloss von Velké Mezirici, das der tschechische Staat dem Eigentümer zurückgegeben hatte und das jetzt auch als Museum genutzt wird. Der Großvater des Besitzers war Graf Harrach, in dessen Auto Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau 1914 in Sarajevo erschossen wurden. In einem Raum, wo auch das Bett steht, in dem Kaiser Franz Joseph I. bei den Manövern des Jahres 1901 geschlafen hatte, wird ein blutiges Taschentuch und die Kugel gezeigt mit der der Thronfolger ermordet wurde. Die Tage in Prag bleiben unvergessen.

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