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Motivation im Dienst der "acht Elende"
Der neue Kommandant des Malteser Hospitaldienst Austria (MHDA),
Hubertus Trauttenberg, über seine Ziele für die kommenden Jahre …
MK: Was hat Sie bewogen das Kommando des MHDA zu übernehmen?
Ich habe bei den Einsätzen, bei denen ich schon als reiferes Semester dabei sein durfte, immer die Liebe und Hingabe der jungen Malteser bewundert, die sie unseren Betreuten entgegengebracht haben. Ich habe aber auch das Leuchten in den Augen „unserer Herrn Kranken“ gesehen, denen diese gegolten hat. Wir kennen ja die vielen herzergreifenden Dankschreiben von Teilnehmern diverser Aktivitäten des MHDA, die gerade darauf Bezug nehmen.
Es war daher nach einigen Perioden der Selbstzweifel für mich selbstverständlich, als Ordensritter diese Bürde auf mich zu nehmen.
Unbeugsame Kraft
des Glaubens
MK: Welche persönlichen Lebensmottos oder Leitsätze werden Ihre Zeit als Kommandant begleiten?

Der neue Kommandant des MHDA Hubertus Trauttenberg.
Das Christuswort „Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ und aus dem Ordensgebet “in Liebe den Armen und Kranken begegnen“ sind für mich wesentliche Glaubens -und Lebensgrundsätze.
Diese Prinzipien sind letztlich die Grundmotivation jedes Mitgliedes des Hospitaldienstes.
MK: Welches der „acht Elende“, die den Dienst der Malteser an ihrem „Herrn Kranken“ umschreiben, liegt Ihnen am meisten am Herzen?
Für mich sind alle acht im Prinzip gleichwertig und markieren tiefe Krisen in einem menschlichen Leben. Dennoch verlangt der Auftrag des Ordens und seine jahrhunderte alte Tradition eine besonderes Augenmerk auf das Elend der „Krankheit“.
Zeit des Wertewandels und spirituelle Motivation
MK: In welchen Bereichen muss der MHDA Ihrer Ansicht nach reformiert werden?
Das Wort Reform ist mir zu pragmatisch und würde voraussetzen, dass Dinge nicht mehr zeitgemäß sind; und das sehe ich derzeit nicht. Aber es gibt sicher manches über das wir nachdenken werden müssen, wie zum Beispiel die Notwendigkeit einer Führungsausbildung oder die Ökonomie unserer derzeitigen Ausbildungsrichtlinien, oder die Aktivierung des großen Potentials unserer Altmitglieder. Ich denke auch, dass wir nach neuen Tätigkeitsfeldern im Rahmen der „acht Elende“ Ausschau halten sollten.
MK: Wie kann ein Kommandant Hubertus Trauttenberg junge Malteser motivieren?
Das wird sicher nur im Wege der Hierarchie, über die Bereiche und die Ausbildungsgruppenleiter gehen, wobei besonders den Bereichseelsorgern große Bedeutung zukommt. Wir leben nun einmal in einer Zeit des Wertewandels und wollen von einer jungen Generation, die oft schon als „fungeneration“ bezeichnet wird, dass sie Feizeit und Energie einer hehren und ehrenamtlichen Tätigkeit widmet. Da hilft natürlich primär die spirituelle Motivation, aber sicher auch die Gruppendynamik.
MK: Wo sehen Sie Ihre größte Herausforderung und Aufgabe?
In einer intensiven Kommunikation mit den Bereichen, in der Unterstützung aller örtlichen Initiativen, in der Intensivierung der Nachwuchswerbung, sowie in der Findung neuer Tätigkeitsfelder im Sinne des Ordensauftrages.
Gemeinsam für 50 Jahre MHDA
MK: Soll zwischen dem Orden und dem MHDA in Zukunft eine noch größere Zusammenarbeit bestehen?
Wir sind eines der Hilfswerke des Ordens und damit ist die Beziehung klar definiert.
Diese ist naturgemäß bestens, schließlich waren sowohl unser Prokurator Norbert Salburg-Falkenstein als auch sein Kanzler an maßgeblicher Stelle im MHDA tätig, aber auch sonst sind oder haben viele Ordensangehörige im MHDA mitgewirkt, was ein hohes Maß an Übereinstimmung ergibt.
Die nächste Herausforderung wird die Organisation des 50 Jahre Jubiläums im kommenden Jahr sein, die wir gemeinsam mit dem Orden gestalten werden.
MK: Wie soll abschließend das Kommando des Hubertus Trauttenberg in drei Schlagworten aussehen?
* Das Wohl unserer “Herren Kranken“ hat oberste Priorität
* Kooperativer Führungsstil innerhalb des Stabes und mit den
Bereichen.
* Größtmöglicher erzielbarer Konsens in allen Fragen.
Danke für das Gespräch

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